Gewerbe-
und Industriebauten
In der Gebäudetechnik gewerblicher Immobilien
gibt es den Trend, Energiesparmaßnahmen dazu zu
nutzen, die Werbetrommel für das eigene Image zu
rühren. Das ist legitim und findet hoffentlich viele
Nachahmer. Punktuell eingesetzte Maßnahmen können
tatsächlich etwas bewirken. Nur bitte: nicht ohne
Konzept hinter der Technik. Was kann ein teurer
Röhrenkollektor auf der alten Fassade bringen außer
Ärger, wenn die nachgeschaltete Technik darauf nicht
abgestimmt wurde?

Entscheidend für den energetischen Erfolg aller
Maßnahmen, ob Neubau, Umnutzung oder Sanierung, ist
die Bündelung der Planungen, der alle
Gewerke
einbeziehende Planungsprozess. Die Anforderungen an
gewerblich genutzte Gebäude sind sehr vielfältig,
und natürlich ist ein Einstieg in den ökologischen
Betrieb von Kosten abhängig. Es gibt aber einen
Unterschied zwischen dem Energiesparen um des
Geldsparens willen und dem um der Bedeutung der
Ressourcen willen. Entsprechend anders sehen die
Maßnahmenkataloge aus, die in den
ÖPlan einfließen.
Das Neue an unserer Energie-Technik-Zeit ist, dass
heute Dinge parallel geschehen, die früher ganz
getrennt voneinander betrachtet wurden.
Die Trennung von Gewerken, beispielsweise von Rohbau
und Heizungsbau, ist nicht mehr möglich, sobald das
massive Bauteil in die technische Betrachtung mit
einfließt. Systeme, Bauteile, Abhängigkeiten ändern
sich. Deshalb gehört zum
ÖPlan
die Bauleitung.
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